Lohnt sich eine BahnCard 25? Hier kann man aktuell uneingeschränkt „ja“ sagen. Bereits nach wenigen Fahrten hast Du den Kaufpreis durch Einsparungen wieder reingeholt. Vor allem bei kurzfristigen Ticketkäufen herrscht hier sinnvolles Einsatzpotenzial. Die wichtigsten Fakten zum BahnCard 25 Test auf einen Blick.

Vielseitig einsetzbar: Die BahnCard 25


Bahncard 25 mit integrierter Kreditkartenfunktion
Die Bahncard 25 gibt es auch mit integrierter Kreditkartenfunktion, um bei jeder Bezahlung BahnBonus Punkte zu sammeln.

Die Rabatte gelten für folgende Ticketformen:

  • Super-Sparpreis (Zugbindung & Storno ausgeschlossen)
  • Sparpreis (Zugbindung, aber Storno gegen Gebühr möglich)
  • Flexpreis (keine Zugbindung, volle Flexibilität am Reisetag)

Lohnenswert bei spontanen Buchungen

Das größte Einsparpotenzial herrscht beim Flexpreis. Möchte man sich nicht im Voraus auf eine bestimmte Verbindung festlegen, ermöglicht es diese Ticketkategorie flexibel zu bleiben.

BahnCard 25 im Test: Hamburg-Berlin für 62,25€
Screenshot von bahn.de: Fahrt von Hamburg nach Berlin am selben Tag mit der
BahnCard 25 (2Klasse)
BahnCard 25 im Test: Hamburg-Berlin für 83,00€ ohne BahnCard 25
Screenshot von bahn.de: Fahrt von Hamburg nach Berlin am selben Tag ohne die
BahnCard 25 (2. Klasse)


Auf der Strecke Hamburg-Berlin spart der Inhaber einer BahnCard 25 pro Strecke 20,75 € in dieser Ticketkategorie.
Nach 3 Käufen beträgt die Ersparnis 62,25 €. Der Anschaffungspreis hat sich damit rentiert und alle weiteren Ersparnisse sind nun gebührenfrei.
Bei längeren Strecken, wie z.B. Hamburg-München oder Frankfurt nach Paris, reicht eine kurzfristig erworbene Hin- und Rückfahrt aus, damit sich der Kartenpreis rechnet.
Hierbei lohnt es sich aktuelle Aktionen zu prüfen. Eine BahnCard zur Probe für 3 Monate ist meist das ganze Jahr für weniger als 20€ verfügbar. Mit etwas Glück gibt es für Neukunden im Rahmen von saisonalen Aktionen weitere Vergünstigungen. Direkt nach dem Online-Kauf kannst Du die Probekarte ausdrucken und direkt nutzen.

Akzeptanz bei europäischen Nachbarn

Im Ausland wird die Bahncard in 20 verschiedenen europäischen Ländern bei grenzüberschreitenden Fahrten akzeptiert.
Meist allerdings nur für eingeschränkte Ticketkategorien und es werden nicht immer 25 % Rabatt gewährt, sondern ggf. nur kleinere Nachlässe.
Aus diesem Grund bietet es sich an, soweit möglich, die Fahrkarten für Auslandsreisen, im Vorfeld online auf bahn.de zu kaufen. Anstatt an lokalen Verkaufsstellen, was oft auch mit langen Warteschlangen verbunden ist.
Zu den teilnehmenden Ländern gehören u.a. Belgien, Finnland, Italien, Griechenland u.v.m. (Vollständige Liste bei bahn.de)

Für wen lohnt sich die Karte nicht?

Menschen die selten oder nie mit der Bahn fahren brauchen natürlich keine Karte. Ebenso wenig diejenigen, die nur wenige Fahrten im Jahr unternehmen. Und dies aber ausschließlich über die günstigen Super-Spar und Spartickets mit fester Zugbindung realisieren.
Diese können ab 3 Monate im Voraus gebucht werden.
Im Idealfall sind Tickets für innerdeutsche Strecken ab 17,90 € ohne BahnCard verfügbar. Mit der BahnCard 25 reduziert sich der Kaufpreis zwar um 4,48 €. Bei dieser Summe müssen aber schon einige Fahrten zusammenkommen, um einen Mehrwert durch die BahnCard 25 zu haben.

BahnCard 25: Einsatz ist nicht immer möglich


Weiterhin gibt es sowohl für Binnenstrecken als auch Reisen ins Ausland in der 1. Klasse Fahrkarten zu stark rabattierten Preisen bei maximaler Vorlaufzeit.
Beispielsweise von Frankfurt nach Marseille für 59,90 € als Super-Sparpreis 1. Klasse. Hier macht der Besitz einer BahnCard 25 keinen Preisunterschied aus.
Stornierung und Rückerstattung sind für diese Tickets allerdings ausgeschlossen.
Fährst Du nur selten und schaffst es wirklich konsequent ausschließlich solche günstigen Tickets zu nutzen, ohne welche verfallen zu lassen, ist eine Bahncard 25 nicht wirklich notwendig.
Für alle Gelegenheitsfahrer hingegen, die ab und zu auch spontan ein Ticket kaufen, zahlt sich der Erwerb einer BahnCard 25 hingegen schnell aus.


Ist eine Bahn-Kreditkarte sinnvoll?

Wie auf dem ersten Beitragsbild zu sehen, ist eine Kombination aus BahnCard und Kreditkarte möglich. Für die Kreditkarte ist der Erwerb einer BahnCard Voraussetzung und es entstehen zusätzliche Gebühren von 19 € jährlich.
Leider haben sich die Leistungen der Kreditkarte, die in Partnerschaft mit der Commerzbank herausgegeben wird, stetig verschlechtert.
Das Hauptargument für die Kreditkarte war für mich das einfache und schnelle Sammeln von Bonuspunkten. Denn damals spülte ein regelmäßiger Einsatz der Karte relativ schnell Bonuspunkte auf die Guthabenseite, die im Online-Portal gegen Prämien eingetauscht werden können.

Kreditkartenfunktion: Bonussystem zahlt sich nicht aus

So lohnenswert das Bonussystem der DB auch ist: Die Kreditkarte ist zum Sammeln das falsche Vehikel. Um eine innerdeutsche Freifahrt in der 2. Klasse zu erhalten sind 1.000 Punkte notwendig. Eine Freifahrt in der 1. Klasse erfordert die doppelte Punktzahl. Während das Upgrade von der 2. in die 1. Klasse lediglich 500 Punkte verbraucht.
Gab es 2015 noch für 3 € Kartenumsatz 1 Bonuspunkt, sind mittlerweile 10 € Umsatz nötig.
Für eine Freifahrt in der 2. Klasse sind somit 10.000 € Umsatz nötig, was nicht wirklich attraktiv ist. Lediglich Sonderaktionen zum Sammeln von Bahn Bonuspunkten lohnen sich. Wie z.B. das Abonnement eines Newsletters. Diese Marketingaktionen können auch ohne gebührenpflichtige Karte wahrgenommen werden, sodass der Kreditkarte der DB ein klarer Mehrwert fehlt.
Andere Anbieter sind da deutlich besser positioniert. Die Kreditkarte der DKB bietet signifikante Vorteile bei lokalen Einzelhändlern sowie kostenloses Abheben von Bargeld. Ganz ohne Jahresgebühr.





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